NICHTS DAVON STEHT FEST [11/12]

  11. der technokratische Apparat übt sich im Einfädeln einer (durchsichtigen) Intrige einer Verleumdung oder Denunziation der Druck auf das Individuum muss so gross sein dass es von selbst aufhört still wird schliesslich soll alles ohne Lärm über die Bühne gehen der Alptraum einer Kleptokratie nicht in Ruhe ihre Reichtümer anhäufen zu können ich war es leid dass sie sagen konnten was sie wollten und sie konnten natürlich nicht genug kriegen von ihren Lügen sie logen einfach drauf los wie es ihnen in den Kram passte das war ihre Art ihre Strategie dass es sich machtpolitisch auszahlte oder finanziell und…

NICHTS DAVON STEHT FEST [9/10]

  9. ohne im geringsten Wert zu legen auf das was man Leben nennt sprechen wir von den Zyklen der Ausbeutungs- und Akkumulationshistorie des Kapitalismus denn in einer genealogischen Gegenwart sind wir nichts als Kontingenz Ephemeres auf der Suche nach den immer wieder neu ansetzenden Taktiken des Kampfes darum auch die rasende Ungeduld jene Linearität des Scheiterns aufzubrechen der immer wieder aufs neue zerstörten Hoffnungen wir wollen nicht regiert werden das kann doch nicht so schwer nachzuvollziehen sein niemand hat für uns zu sprechen den wir nicht dazu ermächtigen diese Seite ist nicht sicher ausgehend von der Notwendigkeit einer neuen…

NICHTS DAVON STEHT FEST [7/8]

  7. nichts fehlt in dieser Öde (kein Körnchen Hass zuviel) die Furcht dass das nicht ausreicht niemals reichen kann die Furcht des Körpers der Stimme die Furcht jedes einzelnen Körperteils des Hinterns vor dem Verweilen der Lahmarschigkeit das fehlende Feuer das du selbst entfachen musst vom Arsch zur Kehle dein Schrei schon seit einiger Zeit den Blick nur aus ungünstigen Positionen aber der Dichter richtet sich ein im Dissens und ein Mensch der schreit ist keine Lappalie in einer Gesellschaft die seit Jahrzehnten ihre Agonie hinauszögert oder längst den Zenit des real Erträglichen überschritten hat fällt ein Schrei mehr…

NICHTS DAVON STEHT FEST [5/6]

      5. die Jugend hat es immer eilig und ihre Proteste haben die Macht völlig unvorbereitet getroffen ich weiß nicht was Dichtung anders sein könnte als die Revolte eines Einzelnen gegen die absurden Einlassungen und Gesetze des Establishments und der Widerstand gegen eine fatalistische Vorstellung von Ordnung das Innere meines Wesens richtet sich gegen das Äussere während mir genau dies eine Leben bleibt stelle ich fest dass ich selbst der Einsatz bin um den ich spiele ihr Kretins lasst uns in Ruhe die grossen Siege werden durch die ganz kleinen vorbereitet Artaud (illuminiert) an Breton man kann einzig…